Restauration - hier wird es schick!

Zifferblatt Restaurieren 

Ergebnisse sind nicht 100% Vorhersehbar

 

Zifferblatt von 1710 van Leeuwen, vor Bearbeitung
GB Uhrwerk von 1872 Restauriert
Französische Figurenuhr, Pendule, Marmor, Zinkguß, Bronze
Restaurierter Junghans Freischwinger um 1927
Frz. Pendule vor Instandsetzung
französische Pendule nach Instandsetzung

Französische Pendule von PH. Mourey 5.1865, Werk N°. 2132 Zustand vor & nach Überholung im Kundenauftrag. Sockel schellackiert, geschliffen,  samt Dokumentation und Geschichte der Uhr.

Preise nach Aufwand und Absprache differenziert, Sonderwünsche kosten extra

 

 

Van Leeuwen, Zifferblatt von 1710 vor Restaurierung
GB Uhrwerk von 1872 vor Restauration
Zifferblatt van Leeuwen 1710, nach Restaurierung, Indexe bearbeitet und neu Zaponiert
Junghans Freischwinger vor Instandsetzung
Modell Start Kaliber 54 Messeneuheit 1960
Ruhla UMF Start von September 1961, nach Restaurierung. Der Clou! Signierung Deutscher Fernsehfunk der DDR auf Gehäuseboden.

Baujahr September 1961, erstmals vorgestellt auf Leipziger Herbstmesse 1960, ein Sammler erfreut sich nun über diese Autoschlüsselanhängeruhr.

 

GB Uhrwerk nach Restauration
Gehäuse vom Reisewecker Hermann Horrmann Leipzig um 1910 vor Restaurierung
Adolf Peters Kiel Stoppuhr Werk 898842
Minuten - & Sekundenrad Zapfen abgebrochen Adolf Peters Kiel - Marine Stoppuhr defekte Zahnräder
Uhrwerk nach Überholung

Mauthe Standuhr Kettenzug

Lager verharzt, Pendelfeder kaputt Rechtsblickender Adler F.M.S. Werknummer 77 670 wartet auf Restaurierung

 

 

 

 

 

 

Wer mag es nicht, glücklich glänzende Kundenaugen zu sehen, die es noch nicht kennen  echten Service zu erleben. Wir Fachkundige ambitionierte Uhrmacher sind zu selten geworden, die mit Herzblut an die Sache gehen und Kunden Ihre Uhr als Zeitgeschichte erleben lassen.

 

 

 

Ich verwende Teilsynthetische Uhrenöle und geprüfte Reinigungsmittel wie Produkte von Elma, Wugaform und entsorge diese nach Vorschrift, Umwelt & Fachgerecht! Dies kostet echt Geld! Ich setze neue Standards für unsere Umwelt.

 

 

Großuhr Platinen werden mehrfach poliert und mit Zaponlack, Pendelstangen mit Schellack versiegelt. Gewichte mit Stahlwolle und Zifferblätter und Zahlen und Einteilungen mit Porzellanlack neu aufgearbeitet. Das erspart aufwändigen sehr teuren Neudruck.

 

Bei mir wird ehrlich und Fachgerecht Aufbereitet, dass hat seinen Preis

Ursachen defekter Uhren

 

Eine alte Uhr kann durch viele Dinge stehen bleiben und Ihren Dienst versagen. Altes verharztes Öl in den Lagern, ein & ausgelaufene Lager und abgenutzte Ankerpaletten oder Hemmungsteile, ermüdete und verklebte Federn und Material, welches zu Bruch geht.

Ganz arg sind gebrochene Federn, die schlagartig durch die auftretenden Kräfte das gesamte Uhrwerk zerstören können.

Folge sind zerstörte Federhäuser und Laufwerksräder. Hier sind dann umfangreiche Reparaturen nötig, die viel Zeit und Können erfordern. Alte Uhren sind mit Bedacht zu bedienen.

Schon das anpendeln stehengebliebener Uhren kann eine Verstellung des Ankereingriffes ins Ankerrad verursachen.

 

Aufzug einer mechanischen Uhr mit Schlagwerk

Vorsichtig bis zu Ende hin aufziehen, die meisten Federhäuser sind mit 8 Halbaufzügen der Hand zu 90 % aufgezogen. Daher niemals mit Gewalt bis zum Schluss. Fingerspitzengefühl.

 

Tipp!

 

Aufzugsumdrehungen derer 8 mitzählen.  Es ist Gewöhnungssache, genau wie das Zeitlich wiederkehrende Intervall des Aufziehens.

Anmerkung zu Preiswerten Uhren

 

Wer eine "08–15 - Euro Uhr" hat, der ist sicher nur für einen kurzen Zeitraum, gut beraten.

Für wenig Geld sind keine Ersatzteile zu erhalten. Oftmals sind nur Kleinigkeiten defekt, deren Anfertigung, den Wert der Uhr bei weiten übersteigt.

"Gutes" Aussehen und kleine Kosten, bedeutet oft kurze Freude daran.

 

Beispiel

Ein Kunde mit "preiswerter" Automatik war total begeistert. nach der Garantie waren Winkelhebel samt Winkelhebelfeder gebrochen. Er hatte die Aufzugwelle stets in der Hand und nichts ging mehr.

Doch gibt es für viele solcher Uhren keine Ersatzteile und wir mussten dem Kunden sagen, legen sie die Uhr in den Zenit der Uhrenwelt und kaufen sich etwas neues".
Wertesetzung
So ist es nicht zu vermeiden, dass eine liebevolle Revision der Uhr den Wert dieser übersteigt.

Wer dann noch gesagt und erklärt bekommt, wie viel mühevolle Handarbeit in der Instandsetzung steckt, bzw. versteht was die Technik einer Uhr beinhaltet, der bekommt Respekt.

Manch einer sagt sich, oh „Gott“ soviel Geld für ein tickendes Ding. Ich stell das Ding eh ab, weil es einen nervt oder Nachbarn klopfen, dann sollen sich meine Kinder später darum kümmern.
Gongschlag
Den manchmal harten lauten Gongschlag kann man schon etwas beeinflussen. So eine Uhr ist auch immer ein Blickfang, schade wenn die Uhr nicht geht und an der Wand abhängt.
Geschichte
Zumal wenn man noch recherchierte Geschichte mit Bildern in einem individuellen Zertifikat Ihrer Uhr in der Hand halten kann, dann wird es erst interessant. Dies geht auch modern per Powerpoint, ganz nach Wunsch.

Dieses Zertifikat über Geschichte, Herkunft, Material, Instandsetzung, erhöht den Wert Ihrer Uhr und ist sehr oft eine stabile Wertanlage.

 

Ein mechanisches Uhrwerk kann auch Seelenfrieden sein, wenn man, dass gleichmäßige Tick - Tack mal dumpfer oder heller hört.

 

Beispiel Geschichte

Französische Pendule

 

Zweites Empire Napoleon III.     1852 - 1870

 
 

Philippe Mourey - Paris 1865  Motiv Jäger & Fischerin

 

             

Viele Sammler alter Uhren sagen, dass die Engländer die

solidesten Uhren bauten, die Deutschen die billigsten und

die Franzosen die schönsten Uhren.

 

 

Dabei nehmen die französischen Portaluhren -

speziell während der Zeit des Klassizismus –

bei vielen interessierten

Sammlern und Kunstliebhabern eine zentrale Stelle ein.

 

Das 18. Jahrhundert ist wohl der Schwerpunkt dieser Uhren, erreicht bis etwa 1900.

 

 

 

Die Formenvielfalt französischer Bronze Pendulen bzw. Portaluhren ist erstaunlich.

 

Die feuervergoldete Bronze entspricht dem Zeitgefühl des 18. Jahrhunderts, alles

muss licht sein und glänzen.

 

Der Aufbau folgt strengen architektonischen Vorgaben.

Stilistische Vorbilder geben die antiken Kulturen,

die zum Beispiel durch die Ausgrabungen in Pompeji oder

Jahrzehnte später durch Napoleons Ägyptenfeldzug populär wurden.

        Napoleon war ein großer Förderer der Bronzekunst -

     er nahm natürlich Einfluss auf Themen und Darstellung.

 

Material:               Zinkguss, Messing, Bronze, Holz, Feuervergoldung, Blech

Maße:                            B: 49 cm, T: 20,5 cm H: 40,5 cm ( ohne Glassturz )

Platinen:               Werk-Durchmesser 81,5 mm, Platinenstärke 2,15 mm

Hersteller:             Japy Preres & Cie. (Frankreich)

                            Mourey, Philippe – Paris

Jahr:                     1865

Beschriftung:         Pendel Nr. 2132; Werkplatine Nr. 2132;

Sockelrückseite:                         5 PH.MOUREY 65; Sockelunterseite: N° 14213 Handsigniert

Klassifikation:       Pendule, Kleinuhr, Tischuhr

 

Das Uhrwerk:

Das Uhrwerk ist ein standardisiertes Pariser Rundpendulen Uhrwerk.

Gangdauer ca. 10 Tage. Von vorn links Schlagwerk und rechts Gehwerkaufzug.

 

Schloßscheiben - Schlagwerk mit Schlag zur vollen und halben Stunde auf eine Halbschalenglocke.

 

Das Pendel ist an einer Stahl-Pendelfeder aufgehängt. Diese Art der Pendlaufhängung wurde erst Mitte des 19. Jh. erfunden. Davor wurden Pendel mittels eines Faden aufgehängt.  Über der „12“  ist ein Vierkant mit deren man die Ganggenauigkeit, Länge des Pendels regulieren kann. Die Hemmung ist die sogenannte Ankerhemmung.

 

Die mechanische Qualität dieser in sehr großer Zahl hergestellten Werke war recht gut.

 

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert mit seinem Stilpluralismus –

sie wird auch als Historismus oder Gründerzeit bezeichnet

 

 

Diese sogenannte "Zweite Zeit" - etwa zwischen 1860 und 1900

folgt der fortschreitenden Industrialisierung als man fast nur noch Massenware statt handgefertigter Exemplare herstellte.

Statt feuervergoldeter Bronze kam in vielen Fällen der preiswertere Zinkguß oder Messing zum Einsatz. Zinkgußlegierungen waren je nach Hersteller von sehr unterschiedlicher, von guter bis schlechter Qualität.

 

Man "veredelte" die Oberflächen der Zinkgußlegierungen häufig mit einer golden schimmernden bzw. Goldbronzeähnlichen Mixtur.

 

Es sollte ja wie eine "richtige Vergoldung" aussehen. Das Rezept dieser Mixturen war ein besonderes Geheimnis der verschiedenen Hersteller. Mal sah der Farbton eher nach einer echten Feuervergoldung aus, mal weniger.

 

Die genaue Ausformung der Applikationen und der Figuren war nicht mehr so detailreich und oft grob gehalten.

Die wichtigen Zieselierungen der Oberflächen fehlten fast vollständig.

 

Normalerweise wurde auf die extrem aufwändige und gefährliche 24-karätige

Feuervergoldung verzichtet. Diese wurde 1903 verboten.

 

In dieser zweiten Epoche ab ca. 1860 wird die Leistung der früheren Bronzekunst nicht mehr erreicht.

 

Gerade dieses Beziehungsgeflecht zwischen den Handwerkern im Großraum Paris hatte Anfang des 19. Jh. (ca.1790-1830) absolute Spitzenleistungen ermöglicht.

 

Dies schlägt sich im heutigen Verkaufspreis nieder. Die Säulenpendulen/ Portaluhren und Bronzependulen des ausgehenden 19. Jahrhunderts - ab etwa 1860 - liegen daher im Handelswert weit unter denen ihrer Originale von 1790 – 1830.

 

Problematisch könnte sein, dass viele interessierte Laien auf Grund mangelnder Erfahrung nicht erkennen können, dass es sich bei Käufen "nur" um die sog. "Zweite Zeit" handelt.

 

Dennoch erfreuen sich gerade Großuhren dieser zweiten Zeitepoche heute größter Beliebtheit. Sind sie doch in der Anschaffung viel preisgünstiger. Die hier oft eingebauten typischen Pariser Rundpendulen-Uhrwerke sind gutmütige lang erprobte Erzeugnisse von guter Qualität.

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 23. Januar 2018 Your-Time - Ihr Uhrmacher Thomas Schrader, der kreative - www.your-time-schwerin.de